Kurzfassung: Andrej Karpathy beschreibt 2026 in einem Essay eine wachsende Wahrnehmungslücke: Entwickler erleben eine „KI-Psychose“, weil die Fortschritte seit 2025 für sie nichts weniger als überwältigend sind – während der Rest der Welt kaum Unterschied bemerkt. Seine Erklärung ist technisch: Reinforcement Learning funktioniert am besten mit verifizierbaren Belohnungen – also bei Mathe und Code, nicht bei Essays.
Warum Entwickler „betroffen“ sind
- Coding hat eine harte Wahrheits-Funktion: Der Test läuft – oder nicht.
- Deshalb profitiert es überproportional von RLVR-basiertem Training.
- Ein Entwickler, der 2022 LLMs skeptisch war, ist 2026 oft „eingeschaltet auf Magie“ – und kann sich nicht mehr vorstellen, warum die Mutter das noch nicht sieht.
Was das praktisch bedeutet
Wer 2026 eine Digitalstrategie schreibt, muss aufpassen: Entscheider ohne tägliche KI-Praxis unterschätzen die Geschwindigkeit. Entwickler-Teams mit KI-Praxis überschätzen sie oft beim Übertragen auf Nicht-Coding-Aufgaben. Unsere pragmatische Empfehlung: Sie machen Piloten statt Strategiepapiere.
Quellen
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