EU AI Act für KMU: Was Sie bis Q2 2026 wirklich umsetzen müssen

Kurzfassung: Der EU AI Act ist seit August 2024 in Kraft, wirkt aber gestaffelt. Für kleine und mittlere Unternehmen sind zwei Fristen relevant: August 2025 (verbotene Praktiken, AI-Literacy), August 2026 (Transparenz, GPAI-Pflichten). Pragmatische Checkliste, was jetzt bis Mitte 2026 zu tun ist.

Die wirklich relevanten Pflichten

  • Transparenz: Nutzer müssen wissen, wenn sie mit einem KI-System interagieren (Chatbots, Deepfakes, Kundendaten-Verarbeitung).
  • AI-Literacy: Mitarbeitende, die KI-Systeme bedienen, müssen dafür geschult sein (Art. 4).
  • Dokumentation: Welche Systeme nutzen Sie, welche Daten gehen rein, welche Entscheidungen werden getroffen?
  • Hochrisiko-Systeme: Nur relevant für sehr spezifische Use-Cases (Personal-Scoring, Kreditvergabe, biometrische Identifikation). Die meisten KMU sind nicht betroffen.

Was KMU konkret machen sollten

  • Ein kurzes Inventar: welche KI-Tools werden wo im Betrieb eingesetzt?
  • Datenschutzerklärung anpassen: Nutzung von KI-Tools explizit nennen.
  • AGBs prüfen: Falls Sie KI-Features als Service anbieten, Transparenzpflichten einhalten.
  • Kurzschulung der Mitarbeitenden (1–2 Stunden) zu den eingesetzten Tools – reicht für AI-Literacy-Pflicht.
  • Prompt-Logging aktivieren, um nachvollziehen zu können, welche Daten wohin gingen.

Was Sie NICHT tun müssen

  • Keine „KI-Beauftragten“ wie Datenschutzbeauftragte bestellen.
  • Keine Modelle zertifizieren lassen – das ist Anbieter-Pflicht.
  • Keine sechsstelligen Compliance-Budgets.

Wir unterstützen im Rahmen unserer IT-Services bei Umsetzung und Dokumentation.

Quellen

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Kostenlose Erstberatung, unverbindlich, 30 Minuten. Wir hören zu, skizzieren Optionen, Sie entscheiden.

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